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„Am wichtigsten ist das Anpack-Gen“

Porträt_Andreas-Schrefl

Andreas Schrefl, Werksleiter für Produktion & Technik bei der Fritz Egger GmbH & Co OG, über die Aufstiegschancen in dem Familienbetrieb und die Möglichkeiten, das Spanplattenwerk mit Sitz in Unterradlberg besser kennenzulernen.

In welchen Situationen im Alltag haben wir mit den Spanplatten von Egger zu tun, ohne es möglicherweise zu wissen?
Schrefl: Unsere Holz-Produkte sind in allen Bereichen des Möbel- und Innenausbau, als Fußboden oder im Bauprodukte-Bereich verfügbar.

Egger bietet Lehrausbildungen in drei Berufen (Holztechnik, Elektrotechnik und Metalltechnik) an. Fällt es Ihnen schwer, ausreichend Lehrlinge zu finden?
Es wird nicht einfacher, aber wir haben zum Glück einen guten Zulauf an Schnupperlehrlingen und können uns daher die Kandidaten aussuchen. Insgesamt nehmen wir fünf Lehrlinge pro Jahr auf. Seit drei Jahren haben wir auch einen eigenen Lehrausbildner, der sich ausschließlich darum kümmert, dass die Ausbildung die richtige Qualität hat.

Was muss ein junger Mensch mitbringen, um einen Ausbildungsplatz oder einen Job bei Egger zu bekommen?
Am wichtigsten ist bei uns das „Anpack-Gen“. Das heißt, der Lehrling muss Spaß und Freude an der Arbeit haben, alles Andere bringen wir ihm bei. Natürlich brauchen es dafür eine entsprechende Auffassungsgabe.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten hat man nach einer Lehrausbildung bei Egger?
Bei uns hat man jegliche Chance, sich im Unternehmen zu entwickeln. Egger ist ein typischer Familienbetrieb und sehr bodenständig. Die Qualifikationen, die wir brauchen, kann man extern schwer einkaufen, daher ist die interne Ausbildung so wichtig. Und deswegen hat man bei uns durch Engagement und Leistung auch besonders viele Möglichkeiten.

Gibt es auch die Möglichkeit zur „Lehre mit Matura“?
Die Möglichkeit gibt es, aber eigentlich ist das Engagement viel wichtiger als die Matura. Wir brauchen gute Fachkräfte, und die gibt es auch ohne Matura.

Wo können sich Jugendliche über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Egger informieren?
Wir sind bei allen regionalen Karrieremessen vor Ort, außerdem gibt es viele Infos auf unserer Webseite sowie auf unserer Facebook-Seite, die von unseren Lehrlingen betreut wird. Am 15. Juni laden wir alle Interessierten zu den Industrietagen. Und natürlich haben Jugendliche immer die Möglichkeit, bei uns zu Schnuppern. Schnuppertage sind sogar die Voraussetzung, um überhaupt mit der Lehrausbildung beginnen zu können. In diesem Schuljahr ist nur noch ein Lehrplatz frei, aber ab September gibt es wieder weitere Schnuppertage. Interessierte Jugendliche sollten sich daher zeitgerecht über unsere Webseite anmelden!

Egger wird am 15. Juni heuer wieder bei Industrietagen mitmachen. Können Sie schon verraten, worauf sich die Gäste freuen dürfen?
Wir werden wieder Werksführungen anbieten, außerdem gibt es Anschauungsmodelle und Projektpräsentationen von Lehrlingen. Wir haben auch 2015 bei den Industrietagen mitgemacht, und am 13. April sind wir auch bei der „Langen Nacht der Forschung“ mit dabei. Die Industrietage sehen wir als einzigartige Chance, sich als Arbeitgeber zu vermarkten.

 Im Jahr 1970 wurde der Grundstein für den Bau eines neuen Holzwerkstoffwerkes in Unterradlberg gelegt. Heute sind dort 420 Personen beschäftigt.

Über das Unternehmen:
Das Spanplattenwerk Fritz Egger in St. Pölten-Unterradlberg ist Teil der Egger Gruppe, eines international führenden Holzverarbeitenden Unternehmens mit Stammsitz in St. Johann in Tirol. Die Geschäftsfelder umfassen Produkte für den Möbel- und Innenausbau sowie Holzbau und Fußböden. Insgesamt arbeiten rund 9.000 Mitarbeiter für die Egger-Gruppe, am Standort Unterradlberg sind 420 Personen beschäftigt. Der Umsatz am Standort liegt bei circa 200 Millionen Euro. Schrefl arbeitet seit 2001 bei Egger, seit 2013 ist er Werksleiter für Produktion & Technik in Unterradlberg.

 

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30. March 2018

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