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Chemische Industrie: Start für neuen Studiengang an der FH Krems

Foto: Felix Büchele (aufgenommen bei Constantia Teich)
Foto: Felix Büchele (aufgenommen bei Constantia Teich)

Der mit Ende Oktober 2018 beginnende neue Studiengang „Applied Chemistry“ an der Fachhochschule Krems ist mit seinen 25 Studienplätzen bereits komplett ausgebucht. „Es gab sogar mehr Anmeldungen, als berücksichtigt werden konnten“, teilte der Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreich Hubert Culik dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Jedenfalls sei diese Ausbildung überfällig gewesen.

„Der neue Studiengang in Krems setzt ein starkes Zeichen zur Ausbildung für die von uns benötigten Chemiker. Da die chemische Industrie recht vielfältig ist, werden auch unterschiedliche Module angeboten, um die erforderlichen Spezialisierungen für die Betriebe sicher zu stellen“, so Culik.

Im ersten Halbjahr 2018 hat die Chemische Industrie leicht zulegen können. Hier warnt Culik allerdings, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und bereits in den Sommermonaten eine leichte Stagnation eingetreten ist. Der Fachverbandsobmann gibt sich aber optimistisch, dass mit September die Umsätze wieder anziehen. „Wichtig ist, dass die Betriebe ihr Hausaufgaben machen und sich insbesondere den steigenden Rohstoffkosten stellen“, meint er. Ansatzpunkte wären z.B., das Working Capital zu reduzieren oder auch Optimierungen im Personalstand vorzunehmen. Als Herausforderung sieht Culik nicht nur die steigenden Rohstoffpreise, sondern auch die wirtschaftspolitische Weltlage, „wie den Brexit, die Sanktionen gegen einige Länder oder Handelskriege, die es unserem exportorientierten Industriezweig nicht leicht machen.“

Die 49 Betriebe der Chemischen Industrie in Niederösterreich, die für die Konjunkturstatistik Meldung legen, beschäftigen mehr als 7.100 Mitarbeiter und bilden 133 Lehrlinge aus. 2017 haben sie einen Umsatz von fast 2,8 Milliarden Euro erzielt. Zu den NÖ Leitbetrieben zählen der Erzeuger von Kunststoffrohren Pipelife in Wiener Neudorf, die Sanitärtechnik-Firma Geberit in Pottenbrunn, Air Liquide Austria GmbH in Schwechat mit technischen Gasen und Österreichs größter Produzent von Lacken, die Axalta Coating Systems Austria GmbH in Guntramsdorf.

In Österreich setzt sich die Chemische Industrie aus 247 Betrieben zusammen, die im Geschäftsjahr 2017 44.657 Mitarbeiter beschäftigt und Produkte im Wert von fast 15,3 Milliarden Euro abgesetzt haben. Das war ein Zugewinn von 3,5 Prozent.

(hm / NÖ Wirtschaftspressedienst)

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10. September 2018

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