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Das macht AGRANA aus Erdäpfeln und Weizen

Fotocredit: Agrana
Fotocredit: Agrana

Am 14. Juni lässt sich AGRANA mit der Gmünder Kartoffelstärkefabrik und der Bioraffinerie Pischelsdorf hinter die Kulissen blicken. Anlass sind die von der WKNÖ Sparte Industrie und Industriellenvereinigung NÖ veranstalteten NÖ Industrietage.

Am AGRANA Bioraffinerie-Standort in Pischelsdorf bei Tulln befindet sich neben Österreichs einziger Bioethanolanlage auch eine Weizenstärkeanlage. Durch die enge Integration der beiden Anlagen wird das eingesetzte Getreide zu 100 Prozent verwertet.

AGRANA-Generaldirektor Johann Marihart: „Wir sind sehr stolz auf die Bioraffinerie Pischelsdorf. Sie gilt als Musterbeispiel für eine Komplettverwertung der eingesetzten Rohstoffe und trägt wesentlich zur Verwirklichung des Grundgedankens einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft bei.“ Am 14. Juni erfahren die Besucher, was genau in Pischelsdorf passiert (Programm siehe Kasten).

Wie gut das Werk läuft, erkennt man daran, dass vor einem Monat der Grundstein für eine zweite Weizenstärkeanlage gelegt wurde. AGRANA investiert insgesamt 100 Millionen Euro und erweitert die jährliche Verarbeitungskapazität von rund 800.000 auf über eine Million Tonnen Getreide jährlich – 45 neue Arbeitsplätze entstehen.

Auch die AGRANA-Kartoffelstärkefabrik in Gmünd, Österreichs einzige Kartoffelstärkefabrik und mit 350 Mitarbeitern der wichtigste Rohstoffabnehmer für rund 1.350 Kartoffelbauern, lässt anlässlich der NÖ Industrietage spannende Einblicke zu. So gehen rund 30 Prozent der in Österreich auf 22.000 Hektar angebauten Kartoffeln in die Verarbeitung nach Gmünd. Aus einer Jahresverarbeitungsmenge von 250.000 Tonnen Kartoffeln werden über 300 Stärkeprodukte hergestellt. Der Rohstoff kommt in der Lebensmittelindustrie (Back- und Süßwaren, Püree und Kartoffelteigmischungen, Babynahrung) sowie in der Papier-, Textil- und Bauindustrie zum Einsatz.

Auch in Gmünd investiert das Unternehmen aktuell 40 Millionen Euro. „Die Investitionen in Gmünd zielen zum einen auf eine Erhöhung der Tagesverarbeitung von 1.600 auf 2.000 Tonnen Kartoffeln ab, und zum anderen werden wir Kartoffelpülpe in ein ballaststoffreiches Lebensmittel zur Kalorienreduktion umwandeln. Mit der Veredelung dieses bisher ungenutzten Nebenprodukts verwerten wir 100 Prozent des Kartoffelrohstoffes“, so AGRANA-Generaldirektor Johann Marihart.

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24. May 2018

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