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FOTEC druckt sogar Metall in 3D

Fotocredit: NLK/Filzwieser
Fotocredit: NLK/Filzwieser

Im „Laboratory for Manufacturing Innovation (LMI)“ der FOTEC GmbH in Wr. Neustadt können sich Betriebe über den 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen informieren sowie Testproduktionen durchführen.

Beim so genannten Laserschmelzen werden Bauteile aus Metallpulver schichtweise mit einem Laserstrahl hergestellt. Die Herstellung erfolgt direkt aus 3D-CAD (computer-aided design). Der Vorteil: die Produktion ist nicht an konventionelle Fertigungsrichtlinien gebunden – sprich: Was früher zum Beispiel oft aus mehreren Komponenten gefertigt wurde, kann nun mit einem einzigen 3D-Bauteil realisiert werden.

Eben so eine Laserschmelzanlage für den 3D-Druck von Metallen steht den niederösterreichischen Betrieben der produzierenden Wirtschaft bei der FOTEC Forschungs- und Technologietransfer Gmbh, dem Forschungsunternehmen der FH Wiener Neustadt zur Verfügung, genauso wie auch eine Anlage für den 3D-Druck von Kunststoffen, ein Wärmebehandlungsofen für metallische Bauteile oder eine Testkammer.

Konzipiert wurde das neue Labor für 3D-Metalldruck als Anlaufstelle für Betriebe, die sich rund um 3D-Druck von Metallen beraten, aber auch Testproduktionen durchführen lassen möchten, relisiert wurde das 2,1 Millionen Euro Projekt als gemeinsames Investitionsvorhaben der Wirtschaftskammer Niederösterreich, des Landes NÖ und der FH Wr. Neustadt.

Ein FOTEC-Technologe beim Warten der Laserstrahlschmelzanlage vom Typ EOS M280 für den 3D-Druck von Metallen. Fotocredit: FOTEC/Hinterramskogler

Neue Möglichkeiten für produzierende Wirtschaft

Tatsächlich ist das Labor einzigartig in Österreich. FOTEC-Geschäftsführer Helmut Loibl: „Seit 2010 baut die FOTEC Know-how und Laborinfrastruktur für den 3D-Druck von Metallen auf. Wir wollen zur zentralen Anlaufstelle für sämtliche Fragen rund um diese Technologie werden.“

Das FOTEC-Labor bietet den Unternehmen Beratung bei technologischen Fragestellungen rund um den 3D-Druck von Metallen – angefangen vom Erstkontakt mit der Technologie über die Abwicklung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben samt Herstellung von Prototypen oder Vor- und Testserien bis hin zur Unterstützung bei der Absicherung von künftigen Investitionsentscheidungen.

„Das neue 3D-Druckzentrum schafft für unsere produzierende Wirtschaft Möglichkeiten, die wir bisher nicht hatten. Wir gehen davon aus, dass rund 1.500 Unternehmen mit 56.000 Beschäftigten aus der gewerblichen und industriellen Produktion davon durch Forschungsaufträge in ganz besonderem Maß profitieren werden“, sagt WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl bei der Eröffnung.

Fotocredit Titelbild: NLK/Filzwieser; V.l.: FOTEC-Geschäftsführer Helmut Loibl, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Obmann der Fachgruppe der metalltechnischen Industrie NÖ Veit Schmid Schmidsfelden, Aufsichtsratsvorsitzender der FH Wiener Neustadt Bgm. Klaus Schneeberger, FH-Geschäftsführer Josef Wiesler und Landtagsabgeordneter Franz Rennhofer.                

 

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12. October 2017

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