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Industrietage 2018 – „Ich bin IN, und DU?“

Fotocredit: Josef Bollwein
Fotocredit: Josef Bollwein

NÖ Industrie lädt ein, von 14. bis 16. Juni 50 Betriebe kennenzulernen. Produktionsbetriebe verzeichnen positiven Imagegewinn, Arbeitszeitkorsett bleibt Bremsklotz für Unternehmen.

"Ich bin IN, und DU?" – unter diesem Motto öffnen 50 Produktionsbetriebe aus ganz Niederösterreich bei den Industrietagen von 14. bis 16. Juni ihre Türen. Veranstaltet wird die Initiative von der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) und der Industriellenvereinigung NÖ (IV-NÖ) in Kooperation mit dem Landeschulrat NÖ. „Wir brauchen in der Industrie qualifizierten Fachkräfte-Nachwuchs und wollen daher noch stärker aufzeigen, welche großartigen Ausbildungs-, Karriere- und Verdienstmöglichkeiten die niederösterreichischen Industriebetriebe bieten“, erklärt Thomas Salzer, NÖ Spartenobmann Industrie und Präsident der Industriellenvereinigung NÖ.

Kooperation mit Landesschulrat

„Es ist wichtig, dass Jugendliche im Schulalter die industrielle Arbeitswelt kennenlernen und dabei in Interaktion mit der Wirtschaft treten können. Die Industriebetriebe bieten viele Ausbildungs- und Arbeitsplätze im MINT-Bereich, also im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hier werden in Zukunft die meisten Arbeitsplätze entstehen“, erklärt NÖ Bildungsdirektor Johann Heuras. Aus diesem Grund werden die Industrietage vom NÖ Landesschulrat unterstützt, sodass möglichst viele Schulklassen teilnehmen können.

Vielfältiges Programm in ganz NÖ

Das Angebot bei den Industrietagen reicht von exklusiven Führungen für Schulklassen wie etwa bei der Berndorf AG bis zu großen Jubiläumsfeiern wie bei der Umdasch Group AG in Amstetten. Neben lehrreichen Einblicken bei den Werksführungen und Unternehmenspräsentationen erwartet die Gäste zudem auch ein Gewinnspiel, bei dem etwa Technik-Gadgets und Tickets für das Red Bull Airrace gewonnen werden können. „Oberstes Ziel ist es, mehr Verständnis und Interesse für die Industrie zu erzeugen – direkt in den Regionen sowie bei allen Altersgruppen. Die Jugend soll sich als besondere Zielgruppe ein Bild von der modernen Industrieproduktion machen – deswegen erfolgt die Aktion auch in Kooperation mit dem NÖ Landesschulrat. Aber auch die Angehörigen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖ Industriebetriebe können einmal den Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld ihrer Verwandten kennenlernen dürfen“, erklärt Johannes Schedlbauer, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der WKNÖ.

Insgesamt 50 teilnehmende Betriebe

Einer von 50 Betriebsstandorten, die an den Industrietagen teilnehmen, ist die Fritz Egger GmbH & Co OG in Unterradlberg bei St. Pölten. „Wir werden wieder Werksführungen anbieten, außerdem gibt es viele Anschauungsmodelle und Projektpräsentationen von Lehrlingen. Wir haben auch 2015 bei den Industrietagen mitgemacht – diese Initiative ist für uns eine einzigartige Chance, sich als Arbeitgeber zu präsentieren“, erklärt Reinhard Grießler, Werksleiter der FRITZ EGGER GmbH & Co. OG in Unterradlberg, im Rahmen des Pressegespräches bei dem das Programm der Industrietage präsentiert wurde.

Image der Industrie hat sich verbessert

Die Industrietage 2018 sollen aufzeigen, wie vielfältig, nachhaltig und innovativ in Niederösterreich produziert wird. „Wir wissen aus einer aktuellen Market-Umfrage, dass die niederösterreichische Bevölkerung von der Bedeutung der Industrie überzeugt ist, allerdings wenig Detailwissen dazu hat“, erklärt Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ. Dennoch gebe es einen positiven Rückenwind für die Industrie: „Die Umfrage zeigt auch, dass die niederösterreichische Bevölkerung den internationalen Erfolg der Unternehmen durchaus bemerkt. Und auch die Sicherheit am Arbeitsplatz, die Lehr- und Ausbildungsmöglichkeiten, das regionale Engagement und die Zukunftsfitness werden heute besser wahrgenommen als noch vor ein paar Jahren“, so Roither.

Salzer: „Arbeitszeitgesetz bleibt Bremsklotz für Betriebe“

Während sich das Image der Industrie gebessert hat, ist das Arbeitszeitgesetz nach wie vor ein Bremsklotz für die Betriebe. „Es ist höchste Zeit für ein Gesetz, das den Anforderungen der modernen Arbeitswelt entspricht. Gerade in konjunkturell guten Phasen ist es besonders wichtig, dass Aufträge auch angenommen und abgearbeitet werden können“, so Salzer. Für ihn ist klar: „Niemand will den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Überstunden wegnehmen. Der generelle Zwölf-Stunden-Tag ist ein Märchen. Wir wollen die Stunden nur im Bedarfsfall anders verteilen können. Viele Umfragen zeigen, dass das auch im Interesse der Beschäftigten ist, wenn sie im Gegenzug längere Zeit am Stück frei haben.“

Zu den Industrietagen

Seit 2005 finden die NÖ Industrietage in einem kontinuierlichen Drei-Jahres Rhythmus statt. Zuletzt haben im Herbst 2015 insgesamt 44 Unternehmen und rund 12.000 Besucherinnen und Besucher an der Aktion teilgenommen.

Weitere Informationen bietet die Webseite von „Industrie Niederösterreich“, der gemeinsamen Dachmarke der IV-NÖ und der Sparte Industrie der WKNÖ unter www.noeindustrie.at. Unter dem direkten Link www.ichbinin.at gibt es auch eine interaktive Industrielandkarte mit allen teilnehmenden Betrieben und Infos zum jeweiligen Programm.

Bildtext: (v.l.n.r): NÖ-Bildungsdirektor Johann Heuras, IV-NÖ-Präsident & NÖ Industrie-Spartenobmann Thomas Salzer, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ Michaela Roither, Werksleiter Technik/Produktion der Firma  Fritz Egger GmbH & Co. OG Reinhard Grießler, Spartengeschäftsführer Industrie in der WKNÖ Johannes Schedlbauer. Im Vordergrund die beiden „Gesichter“ der Kampagne Linda Wurm und Denis Pasic.

 

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11. June 2018

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