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Metall in seiner höchsten Perfektion

„Kein Auftrag ist uns zu klein“, so der Technische Leiter Martin Haberl, Geschäftsführerin Heidi Raubal und Seniorchef Helmut Raubal (v.l.). Fotocredit: Gregor Lohfink, WKNÖ
„Kein Auftrag ist uns zu klein“, so der Technische Leiter Martin Haberl, Geschäftsführerin Heidi Raubal und Seniorchef Helmut Raubal (v.l.). Fotocredit: Gregor Lohfink, WKNÖ

Die Raubal GmbH Metallwarenfabrik in Loosdorf (Bezirk Melk) ist Spezialist in Sachen Stanzen Pressen und Schweißen – wer Spezialaufträge hat, ist hier genau richtig.

„Vor Kurzem sah ich ein englisches Oldtimer-Cabrio aus den 1920er-Jahren, das mit Original-Druckknöpfen unseres Unternehmens für das Verdeck ausgestattet war“, erzählt Seniorchef Helmut Raubal. Kein Wunder, schließlich ist das Unternehmen seit 1911 im Zentrum Loosdorfs aktiv.

Begonnen hat alles mit der Erzeugung von Knöpfen und Schuhplatten. Sogar Skibindungen wurden in der Gemeinde sechs Kilometer östlich von Melk produziert. Der berühmte Bergsteiger und Schauspieler Luis Trenker vertraute auf die Qualität der Bindungen.

Von der Zeichnung zum fertigen Produkt

Qualität ist auch das Stichwort, wenn es um die Produkte aus dem Hause Raubal geht. Nicht umsonst zählen namhafte Kunden aus dem Automobilsektor wie Daimler oder MAN sowie Schienenfahrzeug-Hersteller zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens.

„Wir stellen hier beispielsweise spezielle Schlösser oder Motorenabdeckungen her. Im Normalfall bekommen wir von unseren Kunden eine Zeichnung wie das Produkt aussehen soll. Dann bauen wir das entsprechende Werkzeug, um es zu produzieren. Nach der Abnahme des Musters starten wir mit der Produktion“, erklärt der Technische Leiter Martin Haberl.

Als Wettbewerbsvorteil sieht er die von der knapp 20-köpfigen Raubal-Mannschaft gelebte Einsatzfreude, gepaart mit Flexibilität bei unterschiedlichsten Produktionsvorgaben. „Es ist wirklich so, kein Kundenwunsch kann noch so ausgefallen sein, wir finden fast immer eine Lösung“, ergänzt die Geschäftsführerin des Familienunternehmens, Heidi Raubal.

Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten der Raubal-Produkte nicht auf den Automobilsektor beschränkt. „Wir haben zum Beispiel für die Holzindustrie spezielle Befestigungssysteme von Paneelen entwickelt. „Genauso sind unsere Produkte im Elektroanlagenbau gefragt“, weiß Helmut Raubal.

Es sei auch die hohe Präzision, die immer wieder für Folgeaufträge in Loosdorf sorgt, was durch den Einsatz von Teilen für den Jagd- und Sportwaffenhersteller Steyr Mannlicher bestätigt wird. Heidi Raubal: „Es macht uns schon stolz, dass zum Beispiel alle Weltmeisterschaften und Olympiasieger im Luftdruckschießen mit Produkten gewonnen wurden, in denen auch Teile aus unserem Hause verbaut wurden.“

Qualitätsanbieter für die Unternehmen

Dass es für einen Produktionsbetrieb wie Raubal wegen der internationalen Konkurrenz nicht leichter wird, ist sich Heidi Raubal sicher. „Das Wichtigste ist eine Senkung der Lohnnebenkosten und ein ordentlicher Bürokratieabbau“, plädiert die Geschäftsführerin an die Politik – sonst werde der Standort weiter geschwächt und der gesunde Wirtschafts-Mix einer Region gefährdet. Gerade das Zusammenspiel der Raubal Metallwarenfabrik GmbH mit ihren Kunden – gleich ob diese in der Region oder in Deutschland oder Finnland liegen, wo etwa 15 bis 20 Prozent der Produkte exportiert werden, zeigt, wie wichtig Produktionsbetriebe für die Wirtschaftskraft einer Region sind.

„Wir stehen für individuelle und unkomplizierte Lösungen. Egal aus welcher Branche unsere Kunden kommen, wenn sie Metallteile zu Stanzen, Pressen und oder Schweißen haben, sind sie bei uns an der richtigen Adresse!“ versichert das Raubal-Führungstrio.

Tipp: Raubal macht bei den NÖ Industrietagen am 15. Juni mit! Blicken Sie von 9 bis 15 Uhr hinter die Kulissen!

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05. June 2018

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