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Robotik-Premiere beim Lehrlingswettbewerb „Industrie 4.0“

Foto (v.l.n.r.): Geschäftsführer der SMC Pneumatik GmbH Robert Angel, WKNÖ-Obmann der Sparte Industrie Thomas Salzer, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Angela Kraft von der Sparte Industrie NÖ; Fotocredit: Josef Bollwein
Foto (v.l.n.r.): Geschäftsführer der SMC Pneumatik GmbH Robert Angel, WKNÖ-Obmann der Sparte Industrie Thomas Salzer, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Angela Kraft von der Sparte Industrie NÖ; Fotocredit: Josef Bollwein

Erstmals mussten sich Teilnehmer auch in Robotik beweisen.

Mit dem Lehrlingswettbewerb „Industrie 4.0“ hat die Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) eine völlig neue Form für Lehrlingswettbewerbe entwickelt, die mittlerweile auch schon international für Aufsehen und Interesse sorgt. Gewinnen können hier nur Teams, deren jeweils vier Mitglieder verschiedene Fähigkeiten und Kompetenzen vereinen. Erstmals mussten sich die teilnehmenden Lehrlinge dabei auch in Sachen Robotik beweisen und einem Industrieroboter sozusagen „Leben einhauchen“. Bei den Berufs-Weltmeisterschaften „WorldSkills“ im August im russischen Kasan sowie bei den nächsten „EuroSkills“ 2020 in Graz wird das in der WKNÖ-Sparte Industrie entwickelte Wettbewerbsformat als Demonstrationswettbewerb mit dabei sein.

Zwazl/Salzer: Lehrlinge zukunftsfit für vernetztes Denken und Arbeiten

„Unsere Lehrlinge beweisen damit, dass sie rundum fit sind. Sie stehen für soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit ebenso wie für digitales Wissen und handwerkliches Können“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. „Dieser Wettbewerb zeigt und beweist Top-Qualität in der Ausbildung.“ Auch für Industrie-Spartenobmann Thomas Salzer zeigen die Lehrlingswettbewerbe, wie zukunftsfit die Industriejugend ist. „Digitalisierung begegnet uns auf allen Ebenen des Lebens und Arbeitens. Wenn wir die Digitalisierung als Chance nutzen wollen, dann braucht unsere Jugend digitale und kognitive Fertigkeiten genauso wie soziale und emotionale Kompetenzen.“ Wichtig sei, das vernetzte Denken und Arbeiten zu fördern und so auch neue Perspektiven zu öffnen.

Fotocredit: Josef Bollwein

Acht Teams - auch mit Mitgliedern aus unterschiedlichen Unternehmen

Insgesamt acht Teams zu jeweils vier Mitgliedern treten heuer zum Lehrlingswettbewerb „Industrie 4.0“ an. Neben drei Teams, die von je einem einzigen niederösterreichischen Unternehmen gestellt werden, treten erstmals auch zwei Unternehmensteams aus Wien an und – eine weitere Besonderheit dieses Wettbewerbsformats – drei Teams, die sich aus Mitgliedern von unterschiedlichen Unternehmen zusammensetzen. „Ein Beweis, wie flexibel und vernetzt unsere Lehrlinge zu arbeiten imstande sind“, so Zwazl.

Zehn verschiedene Lehrberufe vertreten

Zehn verschiedene Lehrberufe aus den Bereichen Elektro-, Metall- und Prozesstechnik sowie Mechatronik sind in den Teams vertreten. Gefordert sind Fähigkeiten wie etwa Konstruieren, Fertigen, Montieren und Justieren ebenso wie Programmieren, Verdrahten und Verschlauchen, das Austauschen von Daten in unterschiedlichen Systemen sowie das Visualisieren von Daten.

Als Hauptsponsor und engagierter Arbeitskreispartner fungiert heuer zum dritten Mal in Folge die in der industriellen Automatisierungstechnik global führende SMC. "Technologien und Anforderungen sind im steten Wandel. Umso wichtiger ist es, eine zukunftsgerichtete Ausbildung anzubieten. Nur so können wir den Industriestandort Österreich nachhaltig zukunftsfit gestalten", betont Robert Angel, Geschäftsführer SMC Pneumatik GmbH. "Die fixe Konstante ist und bleibt die Begeisterung, Neuem offen zu begegnen und die Zukunft aktiv mitzugestalten - das sehen wir eindrucksvoll bei diesem Wettbewerb. Die Jugendlichen hier ein Stück zu begleiten, die gemeinsame Begeisterung für Technik zu teilen und unser Know-how an die junge Techniker- und TechnikerInnen-Generation weiterzugeben, ist unsere Hauptmotivation und zudem eine große Freude."

Die erstmals ins Programm des Wettbewerbs aufgenommenen Robotik-Aufgaben werden von der KUKA CEE GmbH unterstützt, die nachhaltig in die Ausbildung rund um das Thema Roboter in Österreich investiert. Wie KUKA betont, gehen durch die Roboter-Technologie Hard- und Software ineinander über. Entsprechend wichtig ist es, Lehrlinge mit den neuen Technologien vertraut zu machen und sie im Umgang mit diesen zu unterstützen.

Fotocredit: Josef Bollwein

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04. June 2019

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