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Sieger beim internationalen Mechatronikpreis

v.l.n.r.: Dr. Markus Hochrainer (FH WN), Sieger Florian Schauer MSc, Ing. Harald Bleier (ecoplus) © business upper austria
v.l.n.r.: Dr. Markus Hochrainer (FH WN), Sieger Florian Schauer MSc, Ing. Harald Bleier (ecoplus) © business upper austria

Florian Schauer, Absolvent des Masterstudienganges Mechatronik an der FH Wiener Neustadt, konnte beim Internationalen Mechatronikpreis 2015 in der Kategorie „Diplom-/Masterarbeiten an Fachhochschulen aus Österreich sowie aus dem Ausland“ den Bewerb für sich entscheiden.

Zum zehnten Mal wurde am Abend des 19. November 2015 im Siemens Forum Linz der Internationale Mechatronik Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden die besten Studienarbeiten in vier Kategorien. In der Kategorie „Diplom-/ Masterarbeiten an Fachhochschulen aus Österreich sowie aus dem Ausland“ ging Florian Schauer, MSc als Sieger hervor. Der Titel seiner Masterarbeit lautet: „Räumliche Schwingungsmessung auf Basis von Stereokorrelation.“

„Die Auszeichnung unseres Masterabsolventen, Herrn Schauer, mit dem internationalen Mechatronikpreis freut mich sehr und bestätigt auch gleichzeitig die hohe Qualität und Aktualität unserer Ausbildungsinhalte“, sagt Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Haindl, Leiter Masterstudiengang Mechatronik der FHWN.

Zusammenspiel von Elektronik, Mechanik und Informatik

Hintergrund: Die Mechatronik ist ein intelligentes Zusammenspiel von Elektronik, Mechanik und Informatik und bildet heute die Basis für die Entwicklung innovativer technischer Produkte. Der Internationale Mechatronikpreis ist Plattform und Bühne für junge engagierte Wissenschaftler, um ihre hervorragenden Arbeiten zu präsentieren. Einer der wesentlichsten Aspekte für die Jury ist dabei, dass eine rasche Umsetzung der ingenieurwissenschaftlichen Erkenntnisse in die wirtschaftliche Praxis zu erwarten ist. 

Diese Voraussetzungen erfüllt der Preisträger der Fachhochschule Wiener Neustadt, Florian Schauer, ganz besonders. In seiner Masterarbeit beschäftigte sich Schauer mit räumlicher Schwingungsmessung auf Basis von Stereokorrelation. So soll mit Hilfe von zwei kalibrierten Webcams die dynamische Bewegung dreidimensionaler Strukturen ausgewertet werden. Dafür kommen Korrelationsverfahren aus der industriellen Bildverarbeitung zum Einsatz, die eine präzise Rekonstruktion von kleinsten Deformationen erlauben. Für hochfrequente, periodische Schwingungen wird die Bewegung mit Hilfe eines Stroboskopeffekts (Frequenzverschiebung) scheinbar verlangsamt.

Hochmodern, kostengünstig, genau

So kann in Zukunft, wie in diesem Fall, eine Deformationsanalyse mit herkömmlichen Webcams, oder einfachen Industriekameras, durchgeführt werden, wofür derzeit nur sehr teure Messsysteme eingesetzt werden können.

Die Forschungsergebnisse sind technisch höchst innovativ und wirtschaftlich interessant, da sie etwa zur kostengünstigen Überwachung von Robotern in der Produktion eingesetzt werden können. Mit dieser Methode ist eine Aufzeichnung von Bewegungen im Raum bis auf zehn Mikrometer, das ist kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares, möglich. 

„Der Einsatz automatisierter Bildverarbeitungssysteme wird die Arbeit des Ingenieurs, aber auch viele Bereiche unseres Alltagslebens, positiv verändern. Solche Entwicklungen werden erst durch das interdisziplinäre Zusammenspiel in der Mechatronik möglich“, erläutert der Betreuer dieser Arbeit, Dipl.-Ing. Dr. Markus Hochrainer, MSc.

Einladung nach Florida

Aufgrund der enormen innovativen Bedeutung wurde Dr. Hochrainer, dessen Forschungsinteresse in diesem Bereich liegt, zu einer „teacher’s session“ im Rahmen einer internationalen Konferenz nach Florida eingeladen. Dort wird er die Ergebnisse vor international anerkannten Professoren präsentieren.

 

>> Die Fachhochschule Wiener Neustadt.

1994 als erste Fachhochschule Österreichs gegründet, feierte die Fachhochschule Wiener Neustadt 2014 ihr 20-jähriges Bestehen. Aktuell absolvieren an den vier Standorten der FH in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und Rudolfinerhaus Wien (Kooperation) rund 3.550 Studierende ein Bachelor- oder Masterstudium. Seit der Gründung haben über 10.000 Studierende eine akademische Ausbildung abgeschlossen. Es werden aktuell 32 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport angeboten. Ab Herbst 2016 startet der neue Studienlehrgang Entrepreneurship & Applied Management (vorbehaltlich Akkreditierung durch die AQ). Seit 1. April 2015 ist die FH WN Alleineigentümerin der Ferdinand Porsche FernFH. Im Hochschulranking des Zentrums für Hochschulentwicklung (CHE) ist die FH im Spitzenfeld bei der Praxisorientierung. 81% der hier Studierenden sind mit der FH (sehr) zufrieden -  der österreichische Durchschnittswert liegt laut Universum Student Survey bei 73%. In derselben Studie wurde der FH WN von ihren Studierenden die Top-Position 1 aller FHs in Österreich in Bezug auf die „Employability“ zugesprochen. Die FH Wiener Neustadt kooperiert weltweit mit rund 70 Partnerhochschulen. Weitere Infos: www.fhwn.ac.at

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26. November 2015

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